Vor kurzem bin ich mal wieder gereist, diesmal in ein
Land, in dem ich noch nie war: VIETNAM. Als Bildungsbotschafterin gibt es
sicherlich Länder, in denen meine Präsenz nötiger gewesen wäre: 96% aller Kinder (6-12 Jahre) in Vietnam besuchen eine Grundschule und auch ich war für
einen Tag in einer vietnamesischen Grundschule, wo ich versucht habe,
Vietnamesisch zu lesen. Gar nicht so einfach, da beißt man sich die Zähne dran aus…
Aber in Sachen Bildung ist nicht alles so rosig in
Vietnam: Die Zahl der Schulabbrecher ist relativ hoch. Außerdem werden Kinder
aus ethnischen Minoritäten und Kinder mit einer Behinderung oft aus dem
Schulsystem ausgeschlossen. Deshalb hat CSI ein Projekt ins Leben gerufen, das
es Kindern mit einer Behinderung ermöglicht, eine Schule zu besuchen. Hier seht
ihr mich zum Beispiel mit einer Schülerin, die gerade dabei ist zu sticken.
Sie ist taubstumm und hätte in einer „normalen“ Schule
kaum Chancen, dem Unterricht zu folgen. Deshalb wird sie von speziell geschulten Lehrern und Therapeuten betreut. Die Schule
befindet sich in der Stadt Danang, die übrigens einen wunderschönen Strand hat.
In Danang gibt es, so wie überall in Vietnam,
wunderschöne Tempel. Sie sind gar nicht mit katholischen Kirchen zu
vergleichen. Überall gibt es solche Tempel, dabei gehören mehr als 80% der
Vietnamesen offiziell keiner Religion an.
Einen Glauben haben sie dennoch und dieser ist häufig vom
Buddhismus und vom Taoismus geprägt. Ich möchte jedoch nicht weiter darauf
eingehen, denn das ist nun wirklich nicht mein Spezialgebiet… und ich denke,
ich habe jetzt eh genug erzählt. Vietnam ist jedenfalls ein tolles Land und die
Kinder, die ich getroffen habe, waren wieder einmal sehr froh mit mir.
Und wollten natürlich gaaaanz viele Fotos mit mir machen.
Im März reise ich übrigens in die DR Kongo. Schaut also
bald mal wieder vorbei! Eure Conny.
Hallo, heute melde ich mich aus dem Land der 1000 Hügel. Und so sieht es hier aus.
Na, habt ihr eine Idee, wo das sein könnte? Es ist gar nicht so einfach, die richtige Antwort zu finden, deshalb verrate ich es euch. RUANDA. Das Land ist vielen anderen afrikanischen Ländern einen Schritt voraus. Es ist sehr sauber, es gibt kaum Kriminalität, aber dafür fast überall Strom und insgesamt ist das Land recht weit entwickelt. Aber natürlich gibt es auch Probleme, denn sonst wäre ich als Bildungsbotschafterin ja nicht vor Ort gewesen. Aber die Probleme betreffen eher das Nachbarland Burundi, wo es zurzeit Unruhen gibt. Deshalb haben mehr als 80 000 Burundier sich in Ruanda in Sicherheit gebracht und alles in ihrer Heimat zurückgelassen. Die meisten Flüchtlinge leben in einem Flüchtlingscamp, wo es trotz der großen Menschenmassen erstaunlich geordnet zugeht.
Andere Flüchtlinge leben wiederum in der Stadt, wo es allerdings sehr teuer ist. Deshalb reicht das Geld so gerade, um eine Bleibe und Essen für die Familie zu bezahlen. Für die Schule bleibt dann nichts mehr übrig. Schließlich muss man ja bedenken, dass die Flüchtlinge in Ruanda kaum eine Chance haben, eine Arbeit zu finden und Geld zu verdienen. Aber glücklicherweise gibt es ja verschiedene Organisationen, die dafür sorgen, dass die Flüchtlingskinder eine Schule besuchen können, auch wenn die Eltern nicht so viel Geld haben. Die kleine Lili zum Beispiel, die mich auf dem Bild in ihren Armen hält, kann dank der Organisation CSI Lëtzebuerg einen Kindergarten besuchen.
Und auch Claude geht neuerdings in Ruanda in den Kindergarten.
Währenddessen kann seine Mutter arbeiten und etwas Geld für die Familie zu verdienen. Aber auch Claude muss in seinem jungen Alter schon mit anpacken. Zeit zum Spielen hat er kaum. Hier seht ihr z. B. wie er mit seinen Geschwistern am Brunnen Wasser holen geht.
Das machen die drei jeden Morgen, sogar noch vor der Schule. Das ist für uns unvorstellbar, aber in Ruanda das Normalste der Welt. In anderen Ländern sind die Gewohnheiten eben anders. Oder wie sagt man so schön: Andere Länder – andere Sitten.
Auf jeden Fall ist Ruanda ein tolles Land mit tollen Leuten. Es hat richtig Spaß gemacht, mit den Kindern zu spielen. Und ich glaube, die Kinder hatten auch viel Spaß mit mir…
Nächstes Mal melde ich mich aus einem ganz anderen Land: Indien. Also schaut bald mal wieder vorbei. Eure Conny!
Puhh, was für eine lange Reise! Doch was lange währt, wird endlich gut. Nach einigen Startschwierigkeiten bin ich gut in Delhi gelandet.
Die schöne Dekoration auf dem Foto wurde speziell für das Lichterfest Diwali hergerichtet. A propos Diwali: Die Luft in Indien hat mich nach dem Fest fast um. Wegen der vielen Feuerwerke war es so stickig und staubig, dass ich draußen fast nichts mehr sah.
In Indien komme ich mir als Bildungsbotschafterin wirklich sehr klein vor! In diesem Land der heiligen Kühe bin ich nur eine unter 1,2 Milliarden. Hier gibt es so viele Menschen: kleine und große, alte und junge und neuerdings auch zwei Luxemburgerinnen, die im Rahmen eines Freiwilligendienstes im Kiran Village untergebracht sind. Aber mehr dazu später. Hier mal ein Selfie von uns dreien.
Manche Kinder in Indien bekommen keine Chance, in eine Schule zu gehen. Dies betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, die anders begabt sind oder die unter einer geistigen oder körperlichen Behinderung leiden. Gott sei Dank ist das im Kiran Village anders. In dieser Schule sehe ich viele Kinder in Rollstühlen oder mit Krücken. Jeden Morgen um 9 Uhr versammeln wir uns in der großen Halle zum Gebet. Schulkinder, Lehrlinge und das Personal sitzen in Reih und Glied und hören gut zu, wie eine Klasse das Gebet anstimmt.
Ich habe in Indien schon vielerlei Festlichkeiten miterlebt. Es sind jedoch andere Feste als die, die wir Christen kennen. Ich habe gemerkt, dass die Mehrzahl der Inder Hindus sind. Das Chhath Puja-Fest habe ich auch miterlebt! Dafür musste ich schon um 5 Uhr aufstehen und den Weg zum Ganges einschlagen. Während dieser Puja badeten sich sämtliche Frauen im Ganges und überall fielen mir die leckeren Früchtekörbe mit Kerzen und Zuckerrohr auf. Später erfuhr ich, dass diese als Opfer für den Sonnengott dienen. Besonders gut haben mir die farbenfrohen Saris und der Tempelbesuch des Shiva gefallen. Auf diesem Foto trage ich stolz eine Blumenkette, die ich während des Tempelbesuchs geschenkt bekommen habe.
Heute war ein aufregender Tag: Ich durfte mit ins „Art & Design“ gehen. In diesen Ateliers werden Kunstobjekte von Jugendlichen mit einer Behinderung angefertigt. Die Produkte werden nachher selbstverständlich unter anderem im Kiran Village verkauft. Auf dem folgenden Foto sehr ihr mich auf Madinas Arm. Sie ist eine aufgeweckte junge Dame, die das Down-Syndrom hat. Das hält sie aber nicht davon ab, mit mir zu spielen!
Neben ihr steht mein stets gut gelaunter Kollege Sarmoday. Er ist Schneider und plaudern tut er auch gerne. Manchmal gibt es aber Kommunikationsprobleme, weil meine Freunde Hindi anstatt Englisch bevorzugen. Ich gebe mir Mühe mein Hindi aufzubessern!
Autsch, wer piekst denn da meine Nase?
Das kann nur Chotu sein. Er mag es, wenn ich ihm während seiner Hausaufgabenstunde zusehe. Neben ihm sitzt Sandeep. Beide verspielten Jungs sind in der „Special Education“ und machen täglich von 17 bis 19 Uhr ihre Hausaufgaben. Sie rollen ihre Matten aus und nehmen darauf Platz. Ihnen stehen 2 kleine, runde Tische zur Verfügung. Ob sie denn keine Stühle haben, fragt ihr euch? Nun ja, die Jungs, die der „normalen“ Hausaufgabenhilfe zugeteilt wurden, sitzen tatsächlich auf steinernen Bänke und Tischen. Ihr müsstet mal dabei sein, wenn die Hausaufgaben erledigt sind und die Jungen Freizeit haben: Dann toben sie sich richtig aus! Manche von ihnen sind akrobatisch sehr begabt.
Und zum Abschluss schicke ich euch noch ein Foto, auf dem ihr mich auf den Armen von Kushi seht. Sie ist ein sehr liebes Mädchen, mit dem ich gerne meine Zeit verbringe.
Mein Abenteuer in Indien geht weiter. In den nächsten Wochen versorge ich euch wieder mit Infos aus dem Kiran Village! Wenn ihr das nicht verpassen möchtet, dann abonniert doch ganz einfach meinen Blog! Bis bald und liebe Grüße aus dem aufregenden Indien!
Hallo Leute, Heute melde ich mich mal aus einem anderen Land, nämlich Tansania. Als meine Kollegin mir mitteilte, dass wir nach Tansania fliegen würden, kamen mir gleich tolle Landschaftsfotos mit wilden Tieren in den Kopf. Ich sah mich umgeben von Löwen, Giraffen, Zebras und Elefanten! Nicht neidisch werden. Ich habe wirklich Giraffen gesehen…
… und Elefanten. Toll!
Tansania ist bekannt für seine große Artenvielfalt, d. h. dort leben ganz viele (für uns) exotische Tiere, die man kaum woanders findet. Leider sind jedoch viele Tierarten vom Aussterben bedroht. Da können die Tiere selbst nicht für, sondern eher der Mensch. Er dringt ohne Rücksicht auf Verluste immer weiter in den Lebensraum der Tiere vor und treibt illegal Jagd auf seltene Tiere, weil sich damit (leider) viel Geld verdienen lässt.
A propos Geld: Tansania ist ein ziemlich armes Land, auch wenn in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte erzielt wurden. Die meisten Menschen ernähren sich von sog. Ugali, einer Art Maisbrei, der mit Bohnen oder anderem Gemüse und selten mit Fleisch zubereitet wird. Sie leben häufig in ganz bescheidenen Hütten.
Und auch die Straßen sind ziemlich abenteuerlich…
Dafür ist die Landschaft einmalig schön!
So sieht es in Ilula bei IOP Tansania, der Partnerorganisation von CSI Luxemburg aus.
Als Bildungsbotschafterin war ich natürlich auch in Schulen unterwegs …
… wo ich wieder einmal sehr herzlich empfangen wurde :-) In Tansania ist es bei Weitem keine Selbstverständlichkeit, eine Schule besuchen zu dürfen. Nicht einmal 70 % der Menschen können lesen, schreiben und rechnen, und das obwohl 98% der Bevölkerung eine Schule besucht hat. Grund ist nicht nur ein Mangel an qualifizierten Lehrern, sondern auch an Schulinfrastruktur. Deshalb baut CSI Lëtzebuerg ab 2017 eine inklusive Grundschule in Ilula, einer Stadt im Zentrum von Tansania.
Dadurch erhalten bis zu 80 benachteiligte Kinder, die aus ärmlichen Verhältnissen kommen oder mit einer Behinderung leben, Zugang zu Bildung. Lernen macht zwar ziemlich müde, lohnt sich aber!
… aber die Kinder sind trotzdem immer bei bester Laune.
So das waren ein paar Eindrücke für euch aus Tansania. Ich hoffe es hat euch gefallen! PS: Vergesst nicht, meinem Blog als Follower zu folgen, wenn ihr öfter von mir hören möchtet.
Mbote! Jambo! Moyo! Das war „Guten Tag“ in den vier offiziellen Sprachen der Demokratischen Republik Kongo: Lingala und Kikongo (Mbote), Suaheli (Jambo) und Tshiluba (Moyo). Die Kolonialsprache Französisch ist hier Amtssprache. Jetzt bin ich ja schon öfters auf Achse gewesen, aber ich wusste, dass diese Reise was ganz anderes sein würde. Fast jedes Mal wurde ich beneidet! Als ich aber meinen Freunden mitteilte, dass ich nach Kongo fliegen würde, hörte ich kein „Ach, du Glückliche!“ sondern ein „Was? Nach Kongo? Bist du sicher? Da ist doch Krieg!“. Natürlich herrscht noch immer Krieg im Osten des Landes und auch sonst ist die politische Lage unstabil! Aber die meisten Leute wissen ja gar nicht wie groß dieses Land ist! Mit seinen über 2 Millionen Quadratkilometer würde zwei Drittel der Europäischen Union hineinpassen (mit Großbritannien, versteht sich ;-)! Also herrscht nicht überall Krieg. Armut ist aber leider überall verbreitet. Dabei müsste Kongo das reichste Land Afrikas sein. Warum? Es gibt 80 Millionen Hektar Agrarland, 60 Millionen Hektar Urwald und 1100 entdeckte Mineralien und Edelmetalle! Trotz all dem gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt. Nicht zu glauben, oder? Schuld daran sind vor allem das lange Regime von Mobutu (Korruption ist ok!!) und die darauffolgenden Kriege. In Goma besuchte ich ein Flüchtlingslager. Ohne Kommentar…
Hauptziel meiner Reise war Uvira, eine Stadt am Ufer des Sees Tanganjika, des zweitgrößten Sees Afrikas.
Ach, was für schöne Sonnenuntergänge ich sehen durfte! Ja, beneidet mich ruhig! Das kongolesische Bildungswesen ist in einem desolaten Zustand. Korruption ist auch hier weit verbreitet, Noten und Abschlüsse werden oftmals verkauft. Besonders auf dem Lande fehlt es an ziemlich allem: an Klassenräumen, ausgebildeten Lehrkräften, Schulbüchern und an banalen Dingen, wie eine funktionsfähige Tafel oder Kreide. Die LehrerInnen werden auch schlecht bezahlt, so dass die Eltern beisteuern müssen. Wer es sich irgendwie leisten kann schickt sein Kind auf eine der vielen Privatschulen, meistens kirchliche, wie die Schule der Salesianer Don Boscos in Uvira.
An Schülern fehlt es nicht! Über 40 Prozent der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt. Zum Vergleich: hier in Luxemburg ist es 17 Prozent!! Hier bin ich! Ich weiss, ihr konntet es nicht erwarten, mich endlich zu sehen!
Wie gut die alle aussehen in ihren Uniformen! Wer näht mir eine? Bitte melden falls Interesse! Man hat mir erzählt wie streng das alles hier gehandhabt wird: saubere Kleider, saubere Schuhe und ein regelmäßiger Gang ins „Salon“. Das ist nicht etwa eine Bar, sondern ein Friseursalon!
Stolz sitzen wir alle auf den neuen Bänke, die dank CSI finanziert worden sind! Dies ist nur der Anfang einer Partnerschaft mit den Salesianer Don Boscos im Kongo. Ach Freunde, es ist doch immer wieder schön, neue Bekanntschaften zu schließen und zu sehen wie wir doch alle (außer den Ausnahmen, die wir alle kennen) nur ein und dasselbe wollen: in Frieden leben und Freude am Leben haben. Und für die unter uns, die noch jung sind: wir wollen was lernen damit unsere Zukunft besser sein wird.
Liebe Grüße aus dem « Baby-Land » Südsudan! Ja, Südsudan ist ein sehr junges Land. Erst 5 Jahre! Im Jahre 2011 wurde das größte Land Afrikas, der Sudan, in zwei geteilt: Jetzt gibt es also den Sudan mit Hauptstadt Khartum und den Südsudan mit Hauptstadt Juba. Wegen des Bürgerkrieges ist CSI seit Februar 2012 nicht mehr vor Ort gewesen. Umso mehr habe ich mich deshalb gefreut, bei dieser abenteuerlichen Reise dabei zu sein! Erst ging’s nach Kenia und dann mit einer Maschine der Vereinten Nationen nach Südsudan.
Ein Traum ist in Erfüllung gegangen: Ich durfte ins Cockpit! Es hat mich sehr beeindruckt, was man als Pilot alles können muss!
Inlandsflüge im Südsudan sind nur dank der UNO möglich. Als wir ankamen, wäre ich fast geschmolzen (nein, ihr werdet kein Bild von der „schmelzenden Conny“ sehen!)! Wer kann bei 47 Grad im Schatten noch einen klaren Gedanken fassen? Ich jedenfalls nicht. Nicht nur die Hitze, auch die stundenlange Fahrt über staubige, trockene Straßen werde ich nie vergessen! Jede einzelne Rippe tat mir nachher weh! Dabei sollte ich mich nicht beklagen, denn die Menschen hier sind in der bratenden Sonne immer zu Fuß unterwegs.
Wir fuhren vorbei an Dörfern…
… und an zerstörten Häusern, Schulen, Kirchen…
… und an Viehherden!
Es gibt rund 11 Millionen Rinder und 19 Millionen Schafe im Südsudan! Für die Dinka, die größte Ethnie des Landes, spielen die Kühe eine wesentliche Rolle im Alltag. Sowohl Männer als Frauen nehmen die Namen ihrer Lieblingskühe an. Der Reichtum wird auch in Kühen gemessen. Auf jeden Fall machen die vielen Tiere, und nicht nur das Erdöl, den Reichtum dieses Landes aus! Als Bildungsbotschafterin wollte ich natürlich wissen wie es mit der Bildung im Südsudan aussieht. Leider eher schlecht. Nur 40 Prozent der Mädchen und 60 Prozent der Jungen besuchen eine Schule. Und von 10 Kindern beendet nur eins die Grundschule! Laut Unicef gehen 400.000 Grundschüler wegen der Konflikte nicht mehr zur Schule. Es ist also sehr wichtig, dass CSI weiterhin zerstörte Schulen wieder aufbaut. Schaut doch mal hier, was wir im Südsudan so alles machen. Wie immer besuchte ich auch im Südsudan mehrere Schulen. Und auch hier fand ich sofort Freunde.
Ja, nur langsam! Jeder von euch kommt dran!
Für meine Freunde im Südsudan bin ich Koni! Der Name wird auch im Südsudan verwendet. Toll wie international mein Name ist.
In der sengenden Hitze ist der Brunnen in Turalei ein begehrter Treffpunkt!
Hier sieht man das Ausbildungszentrum für Lehrer, das CSI in Turalei gebaut hat. Dieses Projekt war dringend notwendig, da es an ausgebildeten Lehrern fehlte. Die Kinder verdienen es, qualifizierte Lehrer zu haben, die sie unterrichten! Wie sagte Malala: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern!“
So, das war’s für den Moment. Ich hoffe, diese kleine Reise durch den Südsudan hat euch gefallen. Bis zum nächsten Mal!
Heute muss ich euch unbedingt jemanden vorstellen, von dem ich sehr begeistert bin, und zwar Zari. Ihr kennt Zari noch nicht? Zari ist aus Afghanistan. Sie ist sechs Jahre alt und sieht einfach toll aus mit ihren bunten Haaren und ihrer orangefarbenen Nase!
Zari arbeitet neuerdings bei der Sesamstrasse als Bildungbotschafterin. In Afghanistan gehen drei bis vier Millionen Kinder gar nicht zur Schule. Und vor allem Mädchen scheiden nach der vierten Klasse wieder aus. Das will Zari ändern indem sie den Mädchen Mut macht und die Eltern davon überzeugt, wie lebensverändernd Bildung für ihre Töchter ist. Gerne würde ich Zari mal kennenlernen. Leider spreche ich aber weder Dari noch Paschto, aber Übersetzer gibt es ja bestimmt. Da ich gehört habe, dass Zari auch manchmal einen Schleier trägt, wie viele Frauen in Afghanistan (aber auch in Indien, Bangladesch, Burkina Faso usw.), habe ich mir dann schon mal einen besorgt. Erkennt ihr mich wieder?
Schöne Grüße aus Burkina Faso! Ja, ich bin wieder unterwegs! Wie könnte es auch anders sein! Reisen ist nunmal meine Aufgabe als Bildungsbotschafterin! Burkina Faso ist bekannterweise eines der ärmsten Länder der Welt. Nur knapp 40% der Kinder werden eingeschult und deshalb sind viele Burkiner Analphabeten. Und wer doch zur Schule geht, muss sich öfters den Klassenraum (wenn es einen solchen überhaupt gibt) mit 50 oder 100 anderen Schülern teilen. Oft fehlt es auch an Schulmaterial und sogar Toiletten gibt es nicht in jeder Schule! Wenn welche da sind, muss man ewig lang Schlange stehen bis man dran kommt!
Um all dies hautnah zu erleben, bin ich nach Burkina Faso geflogen. Aber natürlich nicht alleine. Patrice Tiendrébéogo, der Schulleiter der Schule von Pendissi, einem Dorf in Burkina Faso hat mich begleitet. Er arbeitet schon seit vielen Jahren mit CSI zusammen und ich habe ihn in Luxemburg, oder genauer gesagt in Hollenfels anlässlich des Projekts „Afrikanische Schule“ kennen gelernt. Leider hatte ich an diesem Tag mein Smartphone zuhause liegen lassen, sodass ich kein Selfie von uns beiden schiessen konnte. Das habe ich dann aber in Burkina Faso nachgeholt ;-). Hier seht ihr mich mit Patrice im Hintergrund!
In Burkina Faso müssen viele Kinder einen sehr langen Schulweg auf sich nehmen und sind oft schon total erschöpft bevor die Schule überhaupt anfängt. Aber nicht nur das: Es ist auch noch so was von heiß! Und „hitzefrei“ gibt es in Burkina Faso nicht! Hier sind fast das ganze Jahr über 30 Grad und regnen tut es auch nur während etwa vier Monaten. Oft gibt es keine Schulkantine, dann müssen viele Kinder nachmittags mit leerem Magen lernen. Wie soll man sich denn da auf den Unterricht konzentrieren?
Dass kleine Kinder in Afrika auf dem Rücken getragen werden, hatte ich schon öfters gesehen. Aber selber getragen zu werden, das war ein neues Erlebnis.
Auch hier bin ich wieder ein Star. Seht ihr meine neuen Freunde? Am liebsten würde ich hier bleiben, aber das geht mir ja jedes Mal so. Bald werdet ihr wieder von mir hören. Bis dahin schicke ich euch sonnige Grüße aus Burkina Faso!
Da bin ich wieder. Heute möchte ich euch von meiner Reise nach Bangladesch berichten. Am 23. Januar ging es log. Wir flogen über Doha direkt in die Hauptstadt Dhaka. Zum Glück war ich nicht so aufgeregt wie bei meiner ersten Reise. Jetzt habe ich ja auch schon ein bisschen Flugroutine… ist auch gut so, denn in nächster Zeit stehen noch einige Reisen an. Nun werdet ihr euch fragen, was ich denn überhaupt in Bangladesch gemacht habe? Für mich als Bildungsbotschafterin gibt es dort eigentlich mehr als genug zu tun. Nicht einmal die Hälfte der Menschen dort kann lesen und schreiben und mehr als 3 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule. Dagegen muss unbedingt etwas unternommen werden! Deshalb habe ich in Dhaka und der Stadt Mymensingh Kinder besucht, die in sehr armen Verhältnissen leben und die ohne die Unterstützung aus Luxemburg komplett auf sich alleine gestellt wären. In einem der Armenviertel habe ich Akir kennen gelernt.
Er lebt zusammen mit 11 anderen Leuten in einem kleinen, stickigen Unterschlupf am Hafen von Dhaka. Für uns ist das Leben unter diesen Bedingungen total unvorstellbar, doch in Bangladesch ist es für viele Menschen bitterer Alltag. Das Problem ist nicht nur die Armut, sondern auch die Überbevölkerung und der daraus entstehende Platzmangel. In einem Land, das halb so groß ist wie Italien, aber 2,5 Mal mehr Einwohner hat, kann nicht jeder in einem schönen, großen Haus wohnen. NB: Was es mit den Säcken auf sich hat, erfahrt ihr später.
Hier sitze ich gerade auf dem „Bett“ von Akir. Wegen Platzmangel muss er es mit seinen Geschwistern teilen. Viel Zeit zum Ausruhen hatte ich allerdings nicht, denn mein Programm war mehr als voll.
Während Akir zumindest noch ein Dach über dem Kopf hat, leben viele Menschen in Bangladesch einfach auf der Straße. Auch das ist dort Alltag. Leider…
Vielleicht werdet ihr euch nun fragen, weshalb so viele Kinder in Bangladesch nicht zur Schule gehen. Das ist eine sehr gute Frage. Manchmal gibt es einfach keine Schule in der Nähe (in Bangladesch ist keine Schulpflicht!). Aber in den meisten Fällen sind die Eltern so arm, dass sie das Schulgeld nicht aufbringen können oder einfach keinen Grund darin sehen, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Aber auch die ethnische Zugehörigkeit kann ein Grund sein, weshalb Bildung für viele Kinder in Bangladesch ein unerfüllter Traum bleibt.
CSI Lëtzebuerg, die Organisation, für die ich arbeite, und die Taizébrüder führen zusammen ein Projekt durch, damit Kinder, die aus verschiedenen Gründen vom Bildungssystem ausgeschlossen sind, zur Schule gehen können. Dieses Projekt ist der einzige Weg, um den Kindern aus der Armut zu helfen und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Dennoch bleibt eine bessere Zukunft für manche Kinder ein unerreichbarer Traum.
Manche Kinder können nicht zur Schule gehen, da sie arbeiten müssen. Entweder weil sie keine Eltern mehr haben und irgendwie alleine über die Runden kommen müssen oder weil ihre Eltern auf das Geld, das die Kinder verdienen, angewiesen sind. Dieser Junge zum Beispiel sammelt Flaschen auf den Müllhalden, um sie anschließend zu verkaufen.
Leider ist dies kein Einzelschicksal. Doch trotzdem haben die Kinder und Jugendlichen in Bangladesch ihre Lebensfreude nicht verloren.
Und natürlich wollten auch alle mit mir abgelichtet werden.
So, nun habt ihr einen kleinen Einblick in das Leben in Bangladesch bekommen. Das nächste Mal berichte ich dann zum ersten Mal aus Afrika. Wo genau ich hin reise erfahrt ihr nur hier. Tschüss!
Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog! Hier berichte ich euch regelmäßig von meinen Reisen, die ich im Auftrag der Hilfsorganisation CSI Luxemburg unternehme. Meine erste Reise führte mich nach Indien, wo ich unter anderem eine Einrichtung besucht habe, in der behinderte Kinder aufgenommen und unterrichtet werden. Es war eine sehr aufregende Reise und allen, die noch nie in Indien waren, kann ich nur empfehlen mal dorthin zu fahren! Die Farben, die Gerüche, die Menschenmassen – alles so anders als im beschaulichen Luxemburg.
Schon Tage vorher war ich bereit! Noch vier Tage schlafen, noch drei… und dann war er da, der Tag der Abreise…Ihr könnt euch ja nicht vorstellen, wie gespannt und aufgeregt ich war! Aber ich denke, das ist vor einer ersten Reise ganz normal. Der Anfang lief ganz anders als erwartet. Das Flugzeug wollte einfach nicht abheben, so dass wir in Zürich laufen mussten als übten wir für den ING Marathon! Mann oh Mann, das war ein Stress! Aber am Ende ist doch noch alles gut gegangen.
Von Bollywood hatte ich schon mal gehört, aber dass die Inder so gerne feiern, das wusste ich nicht. Die ersten Nächte haben wir kein Auge zugemacht, weil die Nachbarn gerade Hochzeit feierten. Leider waren wir nicht eingeladen :-( Aber bestimmt nächstes Mal. Sie kannten mich ja noch nicht ;-) Ich fand es besonders toll, dass ich überall mitgehen durfte. So habe ich sehr viel dazugelernt und eine ganz neue Kultur entdeckt!
Rikscha fahren: welch ein Abenteuer!
Hier seht ihr mich mit meinen beiden Reisegefährten im Kiran Village. Kiran Village ist eine Einrichtung, die von 400 behinderten und nicht-behinderten Kindern und Jugendlichen besucht wird. Nur so nebenbei bemerkt: Habt ihr gesehen, dass die Inderinnen und ich dieselbe Haarfarbe haben? Es fehlt mir nur noch so eine schöne Uniform! :-)
Hier seht ihr mich mit einer Freundin. Es war Freundschaft auf den ersten Blick (sieht man, oder?) Von ihr bekam ich den tollen Namen KOMI! Wow, ich trage jetzt einen Künstlernamen.
Trotz seiner Behinderung kann dieser Junge lesen und schreiben. Toll, oder? Wisst ihr, dass nur 10 Prozent aller behinderten Kinder zur Schule gehen? Das Kiran Village trägt dazu bei, dies zu ändern. Wird auch höchste Zeit!
Hier unten seht ihr mich im Gespräch mit Sadhana.
Sadhana ist 17 Jahre alt und verließ ihren Mann, nachdem sie von ihm schlecht behandelt wurde. Jetzt wird sie von den Nachbarn gehänselt: „Du hast uns schon so viel Geld gekostet und lebst wieder bei deinen Eltern!“. „Du arbeitest nicht, du taugst nichts“! Ich wusste nicht ob ich mit Sadhana weinen sollte (ja, natürlich weinte die Arme) oder mich über die Erwachsenen ärgern sollte! Sadhana hat mir erzählt, dass in Indien etwa 47 Prozent der Mädchen verheiratet werden, bevor sie 18 Jahre alt sind. Und das obwohl Zwangsheiraten gesetzlich verboten sind! Sadhana ist leider bei weitem nicht das einzige junge Mädchen, das von ihrem Mann schlecht behandelt wird.
Bei CSI habe ich gelernt, wie wichtig Bildung ist, gerade auch für Mädchen. Wenn ein junges Mädchen verheiratet wird, muss es die Schule oder die Ausbildung häufig abbrechen. Das verringert die Chancen auf eine gute Bildung und ein würdiges Einkommen.
Nach der Begegnung mit Sadhana ging es weiter ins Dorf. Wer hätte gedacht, dass ich mal so ein Star sein würde?
Ach, diese Kinder sind sooo lieb! Ich wäre ja so gerne noch geblieben und hätte mit ihnen gemalt. Aber also Bildungsbotschafterin hat man nun mal einen vollen Terminkalender. Übrigens wollte ich euch noch sagen, dass nur 58 Prozent der indischen Kinder einen Kindergarten besuchen.
Und so schnell sitzt man wieder auf der Schulbank :-)
Zum Schluss möchte ich euch noch zeigen, wie die Straßen hier in Indien aussehen:
Leider gibt es auf indischen Straßen Müll in Hülle und Fülle…
So, das war’s auch schon mit meinem ersten Reisebericht. Demnächst berichte ich von meiner Reise nach Bangladesch, wo ich unter anderem Straßenkinder besuche. Also schaut bald mal wieder vorbei! Tschüss und Namasté!